March 2013
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Mytery of Life
Zeit ist etwas Lustiges. Einerseits verfliegt sie geradezu. Ich kann nicht glauben, dass bereits der Frühling an die Türe klopft. Ach was sage ich, tritt! Mit fetten Militaryboots, damit ihn auch ja niemand überhört. Gut, laut meiner miesepetrigen Wetter-App, mit der ich seit November auf Kriegsfuss stehe, erkämpft sich der Winter seinen Platz nächste Woche wieder zurück und mir ist, als hätte...
Mar 8th
February 2013
2 posts
She lives on Love Street
Denke ich an gestern, sehe ich einen Strudel aus Schneegestöber, fremder Gesichter und Lichtern vor mir. Etwa so, wie wenn man mit müden Augen durch das nächtliche New York im Winter düst. Das verrückte dabei: Ich habe keinen Alkohol getrunken. Naja, je ein Glas Whiskey und Vodka lagen drin. Aber sonst, nada! Anscheinend hilft auch Abstinenz meinem Erinnerungsvermögen nicht. Ich versuche trotzdem,...
Feb 24th
People Are Strange
Es ist Mittwoch. Unzählige beschwipste Wochenenden, einige versoffenen Donnerstage und zwei, drei  skandalöse Dienstage sind vergangen, seit ich das letzte Mal etwas auf meinen geliebten Tumbler gepostet habe. Scusi, sorry, désolé – aber wie ihr sieht, war ich beschäftigt damit, diverse Fremdsprachen aufzufrischen. Ach, wenn’s nur so wäre! Mein Spanisch ist dahin, Französisch konnte ich eh nie und...
Feb 13th
January 2013
3 posts
Lebenszeichen
Ich weiss, ich weiss, ich schulde euch ein paar Weekend Stories, oder wenigstens ein Lebenszeichen von mir. Nun, das Lebenszeichen kriegt ihr hiermit; wegen den Weekend Stories müsst ihr euch noch ein bisschen gedulden. Diese – zumindest diejenige vom letzten – erscheinen nämlich neu im Tagesanzeiger. Ich bin somit hochinoffizielle Clubtesterin des Tagis. Traumjob? Yes Sir! Wenn mein Blog nach...
Jan 30th
All I’ve got to do
Das erste Wiedersehen nach fünf Jahren wäre erst beinahe am Geld gescheitert, dann zeitlich und zuletzt wegen meiner eigenen Dummheit. Zwei Stunden Zugfahren mit einmal Umsteigen, das sollte doch möglich sein für jemanden, der schon alleine um die halbe Welt gereist ist. Ist es leider doch nicht ganz, wie es scheint. Truman Capote sei Dank bemerkte ich erst an der Endhaltestelle, dass ich mich...
Jan 13th
Good night and good luck to you all
Einmal ist keinmal und zweimal ist fast einmal zu viel. Eben, fast. Denn mit dem nötigen Willen steht dir die ganze Welt offen. Nur sehen meine Adern das anders, denn in ihnen fliesst der Alkohol von gestern und ein kleiner Rest vom Freitag unaufhörlich weiter, bis ich es sogar in den Fingerspitzen spüre. Nach einer nervenaufreibenden Woche – im positiven wie im negativen Sinne, aber eigentlich...
Jan 6th
December 2012
8 posts
We could be heroes, just for one day
Eigentlich sollten es ja Familienferien werden. Erholsam, mit viel Kultur, Rumlaufen, Fotos schiessen und so. Aber insgeheim war uns wohl allen klar, dass es nicht ganz so kommen würde. Denn anstatt wie der Rest der Familie am ersten Abend bereits ohne Probleme den Jetlag zu umgehen und sich im neuen Ortsrhythmus einzufinden, lag ich bis um acht Uhr morgens wach, lauschte den tropischen Vögeln vor...
Dec 29th
Metanoia
Nach dreiwöchiger(!) Pause war es so weit: Endlich wieder Tanzen, endlich wieder Trinken, sich keine Blösse geben, Vergessen und gleichzeitig die besten Erinnerungen daraus ziehen. Wie ich sie liebe, diese kaputten Nächte. Es machte mir sogar nichts aus, dass ich mich erst durch ein Labyrinth von Menschen, Filmen, Türen, Gängen und herrenlosen Jacken kämpfen musste, um da reinzukommen, wo ich...
Dec 23rd
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Pieces of What
Die Apokalypse ist zwar nicht eingetreten, mein eigener kleiner Weltuntergang habe ich trotzdem erleben müssen: Mein Laptop ist hinüber. Klingt jetzt erst mal nicht so tragisch, aber wenn man ohne PC beruflich und auch ein Stück weit privat gelähmt ist, kann es schnell passieren, dass man vor lauter Wut das kaputte Gerät anflucht und hinterher dem Support Service sein Leiden ins Telefon heult. ...
Dec 21st
Misery
Ja super. Da nehm ich mir vor, diesen Winter nicht zum Stubenhocker und Siebenschläfer zu mutieren, der jeweils nur am Abend erwacht, um den Kältefrust in Alkohol zu ersäufen und mit elektronischen Klängen platt zu walzen. Eine Stadttour wollte ich machen. Einer Ortsfremden meine Heimat zeigen. Durch Wiedikon flanieren, in Hottingen herumschlendern, das Seefeld erkunden, von Oberstrass nach...
Dec 15th
2 notes
Heart is in the right place, brain is in the dirt
Was gibt es besseres, als die Woche mit Glühwein anzufangen? Sie mit Schnaps zu beginnen! Wein trinke ich nicht, nicht einmal wenn er glüht. Schnaps hingegen geht immer. So wird der banale Tee zu einem Gaumenschmaus und der glitzernde Swarovskibaum zu einem Symbol verlorener Kinderträume. Wichtiger als der Alkohol war aber die Gesellschaft, in der ich mich befand. Schon verrückt, wie die Kleinen...
Dec 11th
Time Above The Earth
Über den mir sonst so verhassten Schnee habe ich mich diesmal ehrlich gefreut. Etwa fünf Sekunden lang. Dann lag ich am Boden. Merci, Glatteis, du mich auch! Natürlich fuhr der Bus nicht, das Tram nur mit massiv Verspätung, womit ich den Zug verpasste, der wiederum (der nächste dann) selber Verspätung hatte. Ich konnte dem Anschlusszug nur noch traurig hinterherwinken und zwanzig Minuten in der...
Dec 8th
Time’s Ticking
Es ist nicht immer einfach, mit der Krankheit eines geliebten Menschen umzugehen. Besonders wenn diese Krankheit Alzheimer heisst und die Person meine Grossmutter ist. Oder meine Grossmutter war. Denn die gleiche wie vor ein paar Jahren ist sie definitiv nicht mehr. Es geht nicht einmal darum, dass sie dieselbe Geschichte fünfmal erzählt, immer wieder die gleichen Fragen stellt, oder hundert Mal...
Dec 3rd
Breezeblocks
Wenn ich mich bei der Arbeit auf mein Diktiergerät verlassen muss, weil mein Kopf wegen Schlafmangels temporär nicht aufnahmefähig ist und Notizen aufschreiben unmöglich erscheint, dann ist es nur naheliegend, am Abend zuhause zu bleiben und auszuspannen. Ich ging natürlich trotzdem raus. Schliesslich ist nur einmal in der Woche Freitag. Dafür nahm ich mir vor, mich beim Vodka-Konsum...
Dec 1st
November 2012
9 posts
Carnival of Light
Wenn man bereits um neun zu Vodka und Whisky eingeladen ist, weiss man, dass es einer dieser Abende werden wird. Ich freute mich trotz chronischer Müdigkeit; schliesslich ging es mal wieder ab in den Osten und das mit der besten Truppe überhaupt. Während die anderen sich an Wein hielten, blieb ich meinen Prinzipien treu und stürzte mich auf den Vodka. Anscheinend stammte das Gesöff aus Mongolien,...
Nov 25th
Doing it Milano-style
Freitagabend, ich, alleine, Richtung Süden, mehr Schnaps als Kleidung im Gepäck. Der Zug fuhr nicht wie er sollte, aber er fuhr. Ankunft in Milano, keine Ahnung wohin, darum Taxi. Der Chauffeur kutschierte mich durch die halbe Stadt und etwa fünf Mal im Kreis herum, ich brauchte Schnaps zur Beruhigung meiner Nerven und damit ich ihm nicht mein sämtliches Repertoire an italienischen Fluchworten an...
Nov 18th
Encore une fois: L’Amour et la Violence
Würde ich Drogen nehmen, meine Trips wären genau wie ein Sébastien Tellier Konzert. Aus dem Rauch stieg er empor ins Licht, der Jesus mit der Sonnenbrille. Die Haare ungewaschen und zerzaust, den Bart viel zu lang, die Kleidung gewohnt lässig-elegant und ein klein wenig abgefuckt über den stetig wachsenden Ranzen drapiert stand er da, der Mann mit dem überdimensionalen Kopf, sprach Worte, sang,...
Nov 14th
I Am The Walrus
Und plötzlich sass ich mit einer angebrochenen Flasche in der Hand und greller Musik in den Ohren auf dem Rücksitz eines Autos, das durch die pechschwarze Nacht raste. Alles ging viel zu schnell: das Wechseln der Songs, die Steigerung des Tempos, die Leerung der Flasche, die Ankunft. Abruptes Ende. Stille. Man muss nicht immer wissen, was man tut, oder warum. Hauptsache es macht Spass. Und das...
Nov 9th
The Night Before
Etwa zweimal pro Jahr miste ich mein mobiles Adressbuch aus. Dabei wird gelöscht, mit wem ich keinen Kontakt mehr habe, oder dessen Nummer ich nicht mehr brauche. Heute war es wieder so weit. Ich scrollte durch die Namensliste. Und stutzte einige Male verdutzt. Bei manchen wusste ich nämlich nicht mehr, wer damit gemeint war. Bei „Typ von Bar“ zum Beispiel. Oder bei „Name nicht verstanden“. Also,...
Nov 8th
Cry just a little
Wer braucht schon das Wochenende, wenn man auch an einem gewöhnlichen Dienstag einen draufmachen kann! Zurzeit nutze ich nämlich jede Gelegenheit, meinen herauskommenden Roman zu feiern. Es ist aber auch gerechtfertigt, jeweils bis mittags zu schlafen, wenn man Abendeinsätze an den Fashion Days macht. Oder wäre, besser gesagt, denn die Realität sieht leider anders aus. Um sieben aufstehen, um zwei...
Nov 6th
When I Get Home
Mein Bruder kann einem leidtun. Zumindest seit er mit mir zusammen wohnt. Er, der frühe Vogel, der am Wochenende dann aufsteht, wenn ich vom Ausgang nach Hause komme. Gegen Mittag krieche ich aus meinem Zimmer und schleppe mich zum Sofa, wo er schon längst mit seinem Laptop sitzt. Während er also arbeitet, schalte ich die Stereoanlage auf volle Lautstärke und lege mich, katergeplagt, neben ihn auf...
Nov 5th
Magical Mystery Tour
Ich hasse den Sonntag und der Sonntag hasst mich. Jedes Mal ist es die gleiche Leier. Ich komme ungefähr um sechs heim und plumpse todmüde ins Bett, nur um drei Stunden später völlig aufgekratzt aufzuwachen. Warum? Weil mir an diesem elenden Tag der Ruhe selbige grundsätzlich vergönnt ist. Vielleicht ist der Sonntag auch einfach nur sauer, weil der Samstag mein auserkorener Liebling ist. Mit gutem...
Nov 4th
All Together Now
Ich brauche ganz dringend wieder einmal einen Mädelsabend. Früher waren diese noch einfacher zu organisieren, da wir gemeinsam zur Schule gingen und somit einen ähnlichen Lebensrhythmus hatten. Im Zwischenjahr ging’s auch noch einigermassen. Diejenigen, die dann im Ausland waren, hatten halt Pech gehabt. Aber seit die Uni oder die Arbeitswelt und damit der Ernst des Lebens angefangen hat, wird es...
Nov 3rd
October 2012
8 posts
You’re from the 70s but I’m a 90s bitch
Im Leben kommt es immer wieder zu Enttäuschungen. Ich musste heute eine äusserst herbe erfahren. Ich wusste immer schon, dass ich nicht mit der Stimme eines Engels gesegnet bin, trotzdem hörte sich mein Geplapper bisher einigermassen ertragbar an. Nun ist es allgemein bekannt, dass man die eigene Stimme anders wahrnimmt als das Umfeld es tut. Wurde mir jedoch eine Aufnahme von mir vorgespielt, gab...
Oct 29th
Nachts sind alle Katzen grau?
Zürich, Montagabend, kurz vor Mitternacht. Die Frisur hält natürlich nicht. Auch sonst ist nichts, wie es sein sollte. Die Strassen sind leer und die Restaurants und Bars längst geschlossen; einzig in den öffentlichen Verkehrsmitteln tummeln sich ein paar Nachtschattengewächse. Zum Beispiel zwei Alkis, die genau wie ich keinen Bock haben, sich im Zug hinzusetzen, und deshalb die kurze Strecke...
Oct 23rd
Any time at all
Liebe/r/s drinklovedie, ich muss mich bei dir entschuldigen. Meine Vernachlässigung bedeutet nicht, dass ich dich vergessen habe. Jeden Tag denke ich mit schlimmen Gewissensbissen an dich, meine Gedanken quälen mich in im Schlaf. Aber wie soll ich denn auch Zeit für dich finden, zwischen meiner rasanten Schauspielkariere, meiner Tätigkeit als Schreib-Superhero („Laptop-Woman“ oder so ähnlich) und...
Oct 21st
Take over control
Warnung: Alkohol macht die Birne hohl. Wissen wir natürlich alle längst. Trotzdem ist es immer wieder ein Ärgernis, wenn noch mehr Hirnzellen flöten gehen. So hatte ich aus tiefster Überzeugung geglaubt, Afrojack käme am Samstag nach Zürich. Der Event war schon fett in die Agenda eingetragen, Pläne gemacht, Verabredungen getroffen worden. Ich meine, klar, wenn Afrojack am Freitag, 12. Oktober 2012...
Oct 13th
Here, There, and Everywhere
Noch nie haben mich Kopfschmerzen so glücklich gemacht, noch nie hat mich ein Kater so sehr erfreut. Mit jeder Welle der Übelkeit schlägt mein Herz ein wenig schneller. Weil mir dann in Erinnerung gerufen wird, warum es mir so miserabel geht. Der Grund dafür ist so simpel wie wundervoll: Ich habe es geschafft. Vor fünf Monaten habe ich den längst überfälligen Schritt gewagt und das dröge Studium...
Oct 10th
Getting Better
Alle Monate wieder: Ich bin krank. Es gibt für mich nichts schlimmeres, als mich nicht zu hundert Prozent fit zu fühlen. Denn so sehr ich auch dagegen ankämpfe, so sehr ich die Kopf- und Gliederschmerzen zu ignorieren versuche, mir fehlt schlichtweg die Kraft, um zu funktionieren wie immer. Meine ungeheure Müdigkeit und die Schlappheit zwingen mich zu viel zu viel Schlaf und quälender Ruhe. Die...
Oct 7th
A Shot of Rhythm and Blues
Fitnesscenter reloaded. Diesmal im undurchsichtigen grauen Shirt. Ich habe ja vor etwa einem Monat schon geschrieben, dass ich immer mal wieder einer gewissen Person über den Weg laufe, völlig unbeabsichtigt. Mittlerweile rechne ich schon fast damit, dass sie überall dort ist, wo ich hingehe, darum war ich nicht mal richtig überrascht, als ich sie an meinem Lieblingsfitnessgerät rumturnen sah. ...
Oct 6th
These clothes were made for wearing
Anscheinend schwitzen sportliche Menschen stärker. Demnach hat sich meine Fitness deutlich gebessert, denn habe ich früher im Sportunterricht höchstens leicht gerötete Wangen bekommen, strömt der Schweiss bei meinen Gym-Sessions heutzutage nur so an mir runter. Ich dachte zwar immer, nicht sportliche, sondern dicke Menschen schwitzen bei der körperlichen Betätigung, aber egal. Jedenfalls habe ich...
Oct 3rd
September 2012
15 posts
Raum nach oben
Dies wird kein üblicher Sonntagsblog. Wer sich auf Abstürze und rauschende Feste gefreut hat, muss nun ganz tapfer sein. Eigentlich hätte ich mir die Ehre an einem superprivaten VIP-Event im Rahmen des Filmfestivals geben sollen. Dass ich als VUP (very unimportant person) überhaupt eingeladen war, zeigt was für eine Kleinstadt Zürich am Ende doch ist, internationales Flair und Filmfestival hin...
Sep 30th
Und Mondschein aus unserem Haar
Ich sollte meinem Schicksalslenker mehr vertrauen. Bei jedem Stolperstein raste ich erst mal aus, anstatt mich gelassen zurück zu lehnen, weil sowieso alles von alleine gut kommt. Heute war’s ein Stolperfelsbrocken. Getobt habe ich, geweint und sogleich geglaubt, den Weltuntergang am Horizont erspäht zu haben. Dabei geschieht alles im Leben aus einem Grund. Und ich hätte wissen müssen, dass es bei...
Sep 26th
1 note
Ein Prosit
Ja mei, servus miteinand! S Oktoberfest, ja mi leggst am Oarsch! Oder auf Deutsch: Oktoberfest war gut. Schon im Zug hatten wir eine Riesengaudi, obwohl ein paar verpeilte Omas uns für französische Fussballfans hielten. Machte natürlich auch Sinn, angesichts unserer fussballtypischen Dirndl. Dafür wussten die bierliebenden Freiburger („Zwölf Liter passen locker rein“) mit den hormonübersättigten...
Sep 23rd
L’Amour et la Violence
Ich gehe eindeutig zu oft ins Kino. Jedenfalls kommt es mir so vor. Aber es regnet halt auch immer. Gestern kamen nur zwei Filme in Frage: Le Prenom und Hope Springs. Frankreich vs. Hollywood. Hervorragende Kritik vs. hervorragende Kritik. Weissnichtwer vs. Steve Carell. Eigentlich verabscheue ich Hollywoodstreifen (es sei denn, ich bin in the mood), aber Steve Carell finde ich so klasse, da lache...
Sep 20th
HerzKopfGut
Wer hätte ahnen können, dass heute so ein schöner Tag wird? Ich bestimmt nicht, denn am Morgen wäre ich beinahe liegen geblieben. Das liegt an dem bescheuerten Traum, den ich hatte. Ich war im Supermarkt und ass wahllos, was gerade so rumstand. Hinterher musste ich natürlich dafür bezahlen, was ich aber unmöglich konnte, da ich nun mal nicht Dagobert Duck heisse. Darum begann ich zu rennen. An dem...
Sep 19th
R.I.P.
Das kann wieder nur mir passieren: Da möchte ich mir etwas Gutes tun und beschliesse, für mein Sonntagsfrühstück Brot zu backen (was kann ich dafür, wenn ich dieselben Hobbies habe wie meine achtzigjährige Oma) und dann streikt der Ofen. „Streiken“ ist noch weit untertrieben. Ich hatte also geknetet, aufgehen lassen, nochmals geknetet, geformt und nochmals aufgehen lassen und als ich den Ofen...
Sep 17th
Gegenwartsträume
„Das wird ‘ne kleine Feier. Ich hab nur meine engsten Freunde eingeladen“, hiess es im Vorfeld. Schön und gut, aber warum wurde ich dann eingeladen? Als ich am Samstag an besagter Party erschien, war es mir klar: Die „engsten Freunde“ umfassten etwa sechzig Leute. Da durfte ich mich ruhig auch dazu zählen. Ich mag Homepartys ja. Besonders, wenn man hinterher noch weiterzieht. Zudem kann man sich...
Sep 16th
Samstags-Shit-Look
Manchmal geht mir Zürich voll auf den Sack. Jeden Samstag zum Beispiel, wenn die ganze Bevölkerung das Gefühl hat, sie muss sich aufstylen bis zum geht nicht mehr, Gucci, Versace und andere Proletenmarken aus dem Schrank nehmen und damit die Bahnhofstrasse auf und ab flanieren. Hallo? Es ist Samstag! Da hat man grundsätzlich Kopfschmerzen, einen wütenden Magen und verbringt mit etwas Glück den...
Sep 15th
Yes, I count as an adult too!
Irgendwann werden auch die besten von uns erwachsen. Das hat nichts mit erreichter Volljährigkeit zu tun, weil wenn alle Achtzehnjährigen tatsächlich erwachsen wären, tja, mir bliebe viel Fremdschämen erspart. So ist es aber nicht. Lange Zeit war ich überzeugt, nie erwachsen zu werden, egal wie alt ich war. Denn ich fühlte mich nie erwachsen. Aber wie alle bösen Dinge kommt auch das Erwachsensein...
Sep 14th
Nonplusultra
All good things come to an end. Wie wahr, wie wahr! So musste es auch bei Desperate Housewives irgendwann heissen: „Final cut!“ Ganz ehrlich, ich bin froh darüber. Die Storys werden nämlich je länger desto haarsträubender und eigentlich habe ich gar keine Lust mehr, zuzuschauen, wie ein weiterer von Brees Männern stirbt und Lynettes strunzdumme Söhne entweder das Familienrestaurant abfackeln oder...
Sep 12th
Good New Times
Um den guten alten Zeiten zu huldigen, verabredeten wir uns zum Vortrinken vor dem Ausgang. Für das harte Zeugs war derjenige zuständig, der sich am besten damit auskannte, also ich. Dummerweise verpasste ich den Bus und um die unglaublich lange Wartezeit zu überbrücken, gab es eigentlich nur eines. Ich hatte schon ein wenig ein schlechtes Gewissen, als ich nur noch mit einer halben Flasche Vodka...
Sep 9th
Sidestories
Ich wusste schon, dass etwas im Busch war, als der Junge mit dem hässlichen roten Pulli breit grinsend auf mich zukam. „Neeeiiiiin“, maulte ich, als mir der „Helvetas“-Schriftzug auf dem Pulli auffiel. Doch statt weiter zu laufen, wie man es normalerweise mit solchen Spendenheinis macht, blieb ich stehen. Weil ich selber mal so ein Spendenheini war. Damals hielt ich es sagenhafte zwei Tage durch,...
Sep 7th
Immer noch besser als Ketchup
Der Tag fing schon mal gut an. Zuerst musste ich mich beim Coiffeur ein wenig asi benehmen und antwortete auf ihre höflichen Smalltalk-Fragen nur knapp mit „Ja“ und „Nein“, weil mir gerade tausend Dinge durch den Kopf jagten. Ich will mich nicht beklagen, ich liebe es, beschäftigt, ja fast schon gestresst zu sein. Denn Stress bedeutet das Gegenteil von Langeweile, Stress bedeutet Beschäftigung,...
Sep 6th
But to understand the future…
Manchmal frage ich mich schon, womit ich die liebste Familie der Welt und die besten Freunde überhaupt verdient habe! Dann wiederum bin ich selber ja auch ein Hauptgewinn. Scherz bei Seite, ich hab echt unglaubliches Glück mit denen, die mir nahestehen. Mein liebes Mami, die normalerweise nicht nach 21 Uhr ins Bett geht, hat auch um eins in der Früh ein offenes Ohr und hört sich geduldig meinen...
Sep 5th
Und wer war eigentlich diese Cindy?
Warum verziert ein bläulich-schwarzer Elefant mein Handgelenk? Was haben meine Schuhe im Briefkasten verloren? Wer hat die ganzen Cornflakes aufgefuttert? Und wieso kann ich zu einem Wetttrinken einfach nie nein sagen? Typische Sonntagsfragen, die mich auch heute wieder quälen. Dass gestern heute nicht mehr so eine gute Idee zu sein scheint, ist genauso klar, wie dass man nach dem Ausgang keine...
Sep 2nd
August 2012
14 posts
It’s just like striking matches
Erst heute fiel mir auf, dass die Bauarbeiter vor meinem Haus längst fertig mit ihrer Arbeit sind. Seit ich aus Amsterdam zurück bin, herrscht angenehme Ruhe. Dabei liebe ich Lärm, aber auf den Krach vor meiner Hütte kann ich getrost verzichten. Es lässt sich einfach besser schlafen, wenn es um zwei Uhr morgens nicht mehr rattert (Gleisarbeiten lassen sich halt schwer am Tag durch verrichten, I...
Aug 31st
From Zurich with love
Um mich vor dem Putzen zu drücken, würde ich so ziemlich alles tun. Sogar am Nachmittag ins Kino gehen, was ich absolut hasse. Leider fing der Film erst um 15 Uhr an, ich war aber aus schlafgestörten Gründen bereits um 9 Uhr wach. Und wenn es etwas gibt, das ich noch mehr verabscheue als Putzen, ist es Langeweile. Meine Anrufversuche landeten alle in der Combox, denn am Sonntag sind nur Loser und...
Aug 27th
Nüchtern betrachtet war es besoffen besser
Unglaublich, was alles in eine Woche passen kann. Ich traf etwa zwanzig Leute wieder, die ich seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr gesehen hatte. Natürlich ist es schwierig, für alle genügend Zeit zu finden und erst noch zu versuchen, auf dem Laufenden zu bleiben. So habe ich schon wieder halb vergessen, wer jetzt genau mit wem und seit wann und warum überhaupt. Eine Story ist mir jedoch...
Aug 26th
1 note
Whenever a body suffers, a heart does too
Spitäler finde ich richtig scheisse. Zumindest seit ich jeden Tag in einem sitzen muss und nicht recht weiss, was ich hier soll. Zumal es schlecht riecht, irgendwie nach Verwesung und Tod. Und genau darum möchte ich überall lieber sein als hier. Weil ich den Tod fürchte, den Tod hasse, ihm am liebsten nie begegnen möchte. Und doch sitzt er vor mir, hustet Blut, keucht schwer. Und ich? Ich kann...
Aug 22nd