May 2012
19 posts
Twentytwo years of me – the celebration
Nun ist er vorbei, der Jahrestag meiner Geburt. Um ein allerletztes Mal meine einundzwanzigjährige Wenigkeit zu feiern, lud ich bereits am Freitag zu Trank und Unfug. Die Tatsache, dass sich nur vier Leute dazu überreden liessen, mit mir ordentlich auf die Kacke zu hauen, zeugt davon, dass ich mich – allen Behauptungen wesentlich betagteren Leuten zu trotz – unweigerlich Richtung Altersheim...
Auch Alte mögen Kuchen
Morgen werde ich ein Jahr älter. Das ist natürlich Schwachsinn, morgen werde ich in Tat und Wahrheit genau einen Tag älter sein als jetzt, aber auf dem Papier ändert sich mein Alter um ein ganzes Jahr. Und das Papier lügt bekanntlich nicht. Aus der Eins wird dann eine Zwei und vor der Zwei steht noch eine Zwei und Hokuspokus Fidibus bin ich zweiundzwanzig. Dabei mag ich Schnapsflaschen viel lieber...
Big, Big News!
Erfreuet euch, ihr glücklichen Menschen! Es ist so weit! Der New York Bericht ist endlich da! Allerdings gibt es ihn nicht auf meinem Blog zu lesen, sondern ist als kleiner Bonus in meinem nagelneuen Ebook zu finden. Wie bitte, Ebook? Genau, auch ich habe künstlerische Ambitionen. Es mag ein kleiner Anfang sein, aber Hauptsache das Ende wird gigantisch. Zum mickrigen Preis von umgerechnet 3.70...
Die zwei Alten im Tram
Eine herzerweichende Szene, die sich vor mir abgespielt hatte: Am frühen Nachmittag, ganz hinten im Tram 13 auf den bankartigen Sitzen, die vor allem bei Kindern sehr beliebt sind, sassen zwei ältere Männer und unterhielten sich. Der Eine war um die 80, adrett gekleidet, mit Altmännermütze und Gehstock, der Andere etwas jünger, vielleicht späte 60er, und der Typ Limmatplatzhänger (ausgedünntes...
Lachsack reloaded
Wie sich herausgestellt hat, war gestern nicht internationaler Diättag, sonder Anti-Diättag. My bad. Sehr schade, hatte ich mich doch als hartgesottene Rebellin gefühlt, als ich einfach normal wie immer gegessen hatte. Dafür war der Film, den ich am Abend schaute, dem Sinne des Weltlachtags entgegengesetzt: „Beim Leben meiner Schwester.“ Aber alles von vorne. Eigentlich ist der Sonntag bestens...
Hihi, hoho, haha
Am Samstag machte ich ein kleines Reischen. Okay, es zählt wohl nicht, wenn man den eigenen den Stadtteil nicht verlässt, aber ich kam mir trotzdem vor wie an einem fremden Ort, da ich ausnahmsweise dem üblichen Bahnhofstrasse-Bellevue-Central-Triangel fernblieb und stattdessen Nebenstrassen und versteckte Geheimtipps erforschte. Der Sinn der Sache wäre gewesen, eher unbekannte Läden zu...
Knackarsch vs. Pickel
Endlich trieb ich, nachdem mir beim besten Willen keine Ausrede mehr einfallen wollte, wieder einmal Sport. Gut und gerne einen Monat hatte ich Pause gemacht, aus Zeitmangel, wohlgemerkt. Aber mit Bewegung ist es ja so eine Sache. Hat man sich erst mal ein gewisses Fitnesslevel erschwitzt, kann man nur schwer darauf verzichten, fühlt sich rast- und ruhelos, sobald man eine längere Pause einlegt...
Salve in Turigum
Also, reden wir über den Sonntag. Schön war’s ja wieder, das Wetter meine ich, ganz unerwartet, so dass meine Jeans zu einer regelrechten Beinsauna wurden. Aber auch sonst war’s schön, ich kriegte nämlich spontan Besuch in meinen bescheidenen vier Wänden. Freunde aus Deutschland wollten sich ein Bild über das sagenumworbene Zürich machen, über das sie bis anhin nur Gutes gehört hatten. Ach ja,...
April 2012
15 posts
What I take from my nights, I add to my days
Manchmal verspricht man sich nicht viel mehr von einer Partynacht, als Spass zu haben, ein bisschen zu tanzen, vielleicht sogar spätestens um 3 Uhr nach Hause zu gehen, weil man am nächsten Tag früh aufstehen und eine Tonne Arbeit erledigen müsste. Diese Abende sind es dann meistens, die völlig ausarten, in einem wilden Saufgelage enden – oder eben gar nicht. Letzte Nacht war zum Glück nicht so...
Heiss
Sommer. Sonne. Schön. Ach, was sage ich schön, wundervoll, herrlich, grossartig! Die Zürcher meckern ja generell gerne übers Wetter. Zuerst war’s zu kalt, dann bereitete der Föhn allen Kopfschmerzen, als es pausenlos regnete, wurde sowieso laut aufgeschrien und heute bei strahlendem Sonnenschein und Ferientemperaturen, wurde über die plötzliche Hitze gestöhnt. Ja, wie hättet ihr’s denn gerne? Gibt...
A patchwork of love
Eine Midlifecrisis mit 21? Wie sonst hätte ich mir den Nervenzusammenbruch von heute erklären sollen. Eine Heulattacke hatte sich ganz Attacken-untypisch langsam in mein Gemüt geschlichen und schoss in einem schwachen Moment meinerseits meine fröhliche Laune mit einem heftigen Tritt zum Fenster raus, in den Garten zum schönen Wetter, wo sie besser hinpasste. Ohne dass ich genau wusste warum,...
Meine Begegnung mit Jesus
Gestern entwich mir im Tram ein leises Kichern. Schuld daran war ein Zeitungsartikel, der über die neuste Trendbeschäftigung der unterbeschäftigten Doofi-Teenys berichtete. Anscheinend trinkt man Vodka heutzutage nicht mehr – wer richtig cool ist, spritzt ihn sich ins Auge. Netzhautverletzung und potentielle Blindheit inklusive. Bravo! Chapeau! Momol! Souverän! Top! Ich könnte ewig mit...
Mehr Rambazamba bitte!
Ich würde wirklich gerne von einer spannenden Begegnung, einem lustigen Zwischenfall oder meinetwegen auch von einer so richtig abgefuckten Nacht erzählen, bloss: In Zürich ist nix los! Seit ich von New York zurück bin, wirkt die Limmatstadt ausgestorben, langweilig, sogar das Kulturprogramm ödet mich an. Klar, verglichen mit dem Big Apple, wo auch um drei Uhr nachts reges Treiben auf den Strassen...
Das Nebenprodukt eines tollen Lebens
Wenn ihr euch auf einen weiteren skandalösen Absturzblog nach dem Wochenende gefreut habt, muss ich euch leider enttäuschen. Ich war nämlich super brav, ein Musterknabe, sozusagen, wenn mir dazu nicht etwas Entscheidendes fehlen würde. Nach einer Woche pausenloser Schufterei, konnte ich doch am Wochenende nicht einfach so den Laptop ins nasse Gras werfen und ein Regentänzchen veranstalten. Am...
And it goes on and on and on
Als mir eine Freundin neulich von ihrem Date erzählte, wusste ich nicht, ob ich lachen oder weinen sollte. Einerseits ist es natürlich tröstlich, dass ich nicht der einzige Pechvogel bin, der regelmässig auf Psycho- und Soziopathen trifft. Andererseits lässt es mich aufschrecken. Sind denn alle Männer völlig plemplem? Logisch geht man ein gewisses Risiko ein, wenn man sich mit jemandem trifft,...
Rettet die Affen!
Ich fühle mich wie ein komplett neuer Mensch. Wo ist der phlegmatische Faulpelz hin, den wir alle so geliebt und geschätzt haben? „Ich bewundere deine Ruhe und Gelassenheit, deine Fähigkeit, sich keinen Stress zu machen und die Dinge so weit hinauszuschieben wie möglich, während du unterdessen in vollen Zügen deine Freizeit geniesst!“ Wie oft habe ich diese latente Beleidigung in meinem Leben...
New York Blues
I’m back, baby! Ihr könnt die Vermisstenmeldungen zurückziehen und die Grosssuchaktion einstellen, ich bin nicht tot. Viel eher lebendiger als je zuvor. Und gleichzeitig deprimiert (ist es normal, wegen einer Stadt Liebeskummer zu haben?), aufgeregt, freudig und traurig. Viele Leute beschreiben ihr Leben als Achterbahn, aber üblicherweise wechseln sich Höhen und Tiefen ab, bei mir gerät jedoch...
Irrer, grossartiger Kosmos
Start spreading the news, I’m leaving today…New York, New York! Endlich! Nach wochenlanger Vorfreude und praktisch inexistenter Vorbereitung wage ich mich in den Grossstadtdschungel. Nicht selten wurde mir der Big Apple als beste Stadt der Welt beschrieben, ein Geflimmer aus Stimmen und Lichtern, immer in Bewegung, immer auf der Poleposition. Der ethnische Mix mache den Charme der Metropole aus,...
Bad taste is just a nuance of taste
Meinen Abschied (na, na, nicht gleich weinen, bin ja nur eine Woche weg) feierten wir mit allem, was dem schlechten Geschmack huldigt. „Bad Taste“ war angesagt. Wobei, genaugenommen habe nur ich mich an das Motto des Abends gehalten. Als einzige im ganzen Club. Da stand ich also, in zerrissenen Bondagestrümpfen, Hotpants und Pelzmantel, mit einer Haut weiss wie Schnee und Lippen so rot wie Blut....
You can’t have a rainbow without rain
Der Gründonnerstag gestaltete sich leider eher grau als grün. Doch Farbe ist, was du draus machst! Also überredete ich Unmotivierte zum Flyer verteilen, denn schlimmer als eine Katastrophe kann’s selten werden! Wir hätten wohl besser nicht unseren Verstand unbeaufsichtigt und barfuss im Regen tanzen lassen, dann wäre uns klar gewesen, in der Uni hocken sie nicht, unsere Leute. Schon gar nicht,...